Das 3-geteilte Hirn

Die 3 Hirnteile

Wir sind der Auffassung, dass unser Gehirn als eine Einheit gesehen wird. Die Wirklichkeit sieht anders aus! Tatsächlich besteht die „Schaltzentrale“ aus mehreren miteinander verbundenen Teilen, die aus den Zeiten der Evolutionsgeschichte stammen. Der amerikanische Forscher Dr. Paul MacLean nennt es „Das dreieinige Gehirn“.

Die Funktionsweise orientiert sich dabei an der Erkenntnis, dass das Nachfolgende auf dem Vorhergehenden aufbaut. Für unser Denken und Lernen lässt dies folgendes Schema zu: Erst wenn das älteste Gehirnteil, „das Stammhirn“, befriedigt ist, können die jüngeren Teile aktiv werden. Wir sind erst für „höhere“ Interessen bereit, wenn die inneren Körperorgane, bezeichnet als inneres Mileau, befriedigt sind. Das körperliche System überlagert zunächst die höheren geistigen Funktionen und hat zur Folge, das wir bei Hunger, Durst oder Übermüdung unsere kreativen Möglichkeiten nicht ausschöpfen können.

Die Bedürfnispyramide nach Maslow zeichnet ein gleiches Bild. Erst wenn unsere grundlegenden Verlangen erfüllt sind, kann die nächste Stufe stimuliert werden. Essen, Trinken, Schlafen und gesunde Atemluft sind elementar und nach Maslow wesentliche Grundbedürfnisse.

Das sogenannte „Limbische System“ ist unser zweitältester Gehirnteil. Es ist eine Art Kontrollsystem für die Gefühle und sexuellen Reaktionen. Die Aufnahme von Informationen, also das Lernen an sich fällt uns erheblich leichter, wenn es mit intensiven Gefühlen verbunden ist. Angenehme Empfindungen, Erfolgserlebnisse, Freude über eigene Einfälle, Humor oder persönliche Geschichten, sie alle spielen für die Konzentration und Motivation eine entscheidende Rolle.