Schmecken

Schmecken - Gusatorik

Als gustatorische Wahrnehmung wird das subjektiv erfahrene Erlebnis von Empfindungen des Schmeckens bezeichnet, die durch Reizung spezifischer Sinnesorgane des Geschmacks (lat. Gustus) wie den Geschmacksknospen hervorgerufen werden. Der Geschmackssinn wird ebenso wie der Geruchssinn durch chemische Reize angesprochen, ist jedoch ein Nahsinn, mit dem aufgenommene Nahrung vor der eigentlichen Einnahme geprüft werden kann. Beim erwachsenen Menschen liegen die Sinneszellen des Geschmacksorgans in der Zungen- und Rachenschleimhaut und vermitteln fünf (oder sechs) Grundqualitäten. Saurer und bitterer Geschmack können auf unreife, vergorene oder giftige Nahrungsmittel hinweisen. Die Geschmacksqualitäten süß, salzig, umami (und fetthaltig) kennzeichnen eine Nahrung grob nach ihrem Gehalt an ernährungswichtigen Stoffen. Der Sinneseindruck, der üblicherweise als „Geschmack“ bezeichnet wird, ist ein Zusammenspiel des Geschmacks- und Geruchssinns gemeinsam mit Tast- und Temperaturempfindungen aus der Mundhöhle. Sinnesphysiologisch umfasst der menschliche Geschmackssinn hingegen nur die grundlegenden Geschmacksqualitäten, die mit Geschmacksrezeptoren wahrgenommen werden, vorwiegend auf der Zunge gelegenen.

Obwohl ein Kuss alles bedeuten kann, ist die Gustatorik im Marketing nicht von sehr grosser Relevanz. Ein Grossteil der damit verbundenen Wahrnehmungen gehören in Wahrheit zur Olfaktorik und Haptik. Es gibt die Möglichkeit die Gustatorik am Point of Sale einzusetzen, doch muss man sich immer im Klaren sein, dass dies wiederum bewusste Verarbeitungsprozesse und aktives Handeln des Konsumenten mit sich zieht. Wann solche Massnahmen sinnvoll sind ist, im Gegensatz zu der Arbeit mit den anderen vier Sinnen, stark situationsabhängig.